SKA
SKA – Streetwork-Koordination-Akzeptanz – ist ein Kontaktladen mit integriertem Konsumraum für drogenabhängige Menschen, die in erster Linie illegale und sog. harte Drogen konsumieren. Das Angebot richtet sich an illegale DrogengebraucherInnen, insbesondere intravenöse KonsumentInnen von Heroin und Kokain, und Substituierte mit problematischem Beikonsum. Die meisten BesucherInnen und KlientInnen der SKA haben einen Migrationshintergrund.

Weitere Infos siehe in der untenstehenden Kurzinfo oder im
PDFSachbericht 2007.

 

SKA

Dresdener Str. 15
10999 Berlin
Tel. +49 (0) 30/614 60 99,
Fax +49 (0) 30/614 60 97
e-mail: ska@fixpunkt.org

 

Kontaktladen-Öffnungszeiten und zusätzliche Angebote

    Drogenkonsumraum weitere Angebote
Montag 11–17 Uhr 13–17 Uhr
(letzter Einlass:
16.45 Uhr)

11-14 Uhr Frühstück
11-17 Uhr Misfit-Drogenberatung

Dienstag 13–17 Uhr 13–17 Uhr
(letzter Einlass:
16.45 Uhr)
 
Mittwoch 11–17 Uhr 13–17 Uhr
(letzter Einlass:
16.45 Uhr)

13–15 Uhr
Rechtsberatung
Lebensmittelausgabe
Berliner Tafel

Donnerstag 11–17 Uhr 13–17 Uhr
(letzter Einlass:
16.45 Uhr)
13.30–15.30
warmes Essen
Freitag 11–17 Uhr 13–17 Uhr
(letzter Einlass:
16.45 Uhr)
Ab 13.00 Uhr
warmes Essen

 

Außerdem...

  • Sozialarbeiterische Information, Beratung, Vermittlung zu weiterführenden Hilfen, Krisenintervention

  • Alltags-/Überlebenshilfen:
      - Schreibmaschine/PC,
      - Waschmaschine/Trockner,
      - Kleiderkammer,
      - Fax- und Telefonnutzung,
      - Dusche

  • Infektionsprophylaxe

 

Kurzinfo

Zu den Zielgruppen der SKA zählen DrogenkonsumentInnen, die von anderen Einrichtungen der Drogenhilfe noch nicht oder nicht mehr erreicht werden. Dies gilt insbesondere für psychosozial verelendete, langjährige Drogenabhängige mit einem in der Regel polytoxikomanen Konsummuster, für drogenkonsumierende Menschen mit extremen psychischen Auffälligkeiten sowie Personen mit infektiösen Krankheitsmustern (HIV; Hepatitis; u.a.). Auch Neueinsteiger zählen zur Zielgruppe.

Die Maxime der Arbeit sind Niedrigschwelligkeit und suchtbegleitende Unterstützung. Der niedrigschwellige Kontaktladen SKA ist aufgrund seiner Arbeitsweise und seinem breitem Angebot bzw. Hilfepalette eine wichtige Anlauf-, Kontakt-, Informationsstelle für in der Regel durch langjährigen Drogenmissbrauch von Verelendung, Krankheit und Isolation gekennzeichnete Drogenabhängige.

Die Arbeit orientiert sich an den Grundsätzen akzeptierender Drogenarbeit mit den Schwerpunkten Harm Reduktion und interkultureller Arbeit.

Die Arbeit wird von qualifiziertem Fachpersonal in einem multikulturellen, interdisziplinären Team geleistet. Das Team der Einrichtung SKA setzt sich aus zwei SozialarbeiterInnen und einem Hauswirtschafter zusammen. Es wird von Pflegekräften des mobilen Drogenkonsumraum-Teams unterstützt. Ein Mitarbeiter spricht türkisch. Ein Mitarbeiter sprich persisch.

Die Räumlichkeiten von SKA bestehen aus einem großen Aufenthaltsraum mit Küchenzeile und Theke, einem Beratungsraum, einem Büro, einem Raum für medizinische Grundversorgung als Konsumraum, einer Dusche, zwei Besuchertoiletten und eine Mitarbeitertoilette. Darüber hinaus bietet das Projekt SKA den Besuchern eine Waschmaschine und einen Trockner an.

 

STANDORTBESCHREIBUNG

Aufgrund des Standortes des Projektes SKA in Kreuzberg an der Grenze zu Neukölln wird die Einrichtung vor allem von DrogenkonsumentInnen aufgesucht, die sich auch auf dem Szenetreffpunkt Kottbusser Tor aufhalten und/oder in Kreuzberg und Neukölln wohnen.

 

Ziele des Projekts SKA - Kontaktladen für Drogenabhängige mit integriertem Konsumraum

  • Erreichen von drogenabhängigen Menschen

  • Anbindung an das Berliner (Drogen)Hilfesystem

  • Schadensminimierung in Bezug auf intravenösen, illegalen Drogenkonsum, Überlebenshilfe

  • Frühstmögliche Kontaktaufnahme zu Menschen mit risikoreichem Drogenkonsum / Missbrauch / Abhängigkeit

  • physische, psychische und gesundheitliche Stabilisierung

  • Förderung sozialer Kompetenzen

  • die Inanspruchnahme des regulären Hilfesystems verbessern - Ausstiegsmöglichkeiten anzubieten und begleitende Hilfeleistung zum Ausstieg aus der Abhängigkeit

  • Unterstützung des Selbstbewusstseins/Selbstwertgefühls von KonsumentInnen und die Förderung eigenverantwortlichen Denken und Handels

  • Förderung Hepatitis- und HIV-präventiven und gesundheitsbewussten Verhaltens

  • Informationsvermittlung von suchtspezifischen Themen an AnwohnerInnen und an die interessierte Öffentlichkeit

 

Mit der Einrichtung des Konsumraumes im Projekt SKA werden folgende Ziele unter gesundheitspräventiven, sozialpolitischen sowie drogen-therapeutischen Gesichtspunkten effektiver gestaltet:

  • Hygienische Applikation von mitgebrachten Drogen unter medizinischer Aufsicht.

  • Verminderung von Infektionen und schweren Folgeerkrankungen

  • Verhinderung von Überdosierungen bzw. deren Folgen. (Überlebenssicherung)

  • Verbesserung des Kenntnisstandes zu Risiken des Drogengebrauches.

  • Reduzierung der Belastung der Öffentlichkeit (keine öffentlicher Konsum – Entsorgung der Konsumutensilien)

  • Die erweiterte Zugänglichkeit zum Hilfesystem bietet eine weitere Gelegenheit zur Kontaktaufnahme und Pflege zu schwer erreichbaren DrogenkonsumentInnen und damit die Möglichkeit zur qualifizierten Vermittlung ausstiegsorientierter Hilfen.

  • Erhöhung der Motivation, an der aktuellen Lebenssituation etwas zu verändern und dazu die Drogenhilfsangebote in Anspruch zu nehmen.

 

Zielgruppen

  • langjährig polytoxikomane (oft ältere) Drogenabhängige

  • Langzeitdrogenabhängige, die oft Betreuungsverhältnisse und stationäre Therapien abgebrochen haben und somit von anderen Einrichtungen der Drogenhilfe nicht erreicht werden

  • Drogenabhängige mit erheblichem sozialem Elend, die von anderen Einrichtungen der Drogenhilfe noch oder nicht mehr erreicht werden

  • NeueinsteigerInnen, die über aufsuchende Sozialarbeit Kontakt zum Hilfesystem erhalten

  • psychisch auffällige Drogenabhängige

  • Drogenkonsumenten mit Hepatitis- oder/und HIV-Infektion

  • legal und illegal Substituierte mit (problematischem) Beikonsum

 

Diese o.g. Gruppen sind in sich wie folgt spezialisiert:

  • MigrantInnen, die aufgrund ihrer Herkunft isoliert auf der Drogenszene sind

  • Nicht-Deutsche, mit seit mehreren (6-7) Jahren ungeklärten Asylverfahrensstatus

  • MigrantInnen, die zwar seit mehreren Jahren in Deutschland leben und oder in Deutschland aufgewachsen sind und denen wegen Beschaffungs-/Drogenkriminalität von den Ausländerbehörde ihr Aufenthaltsrecht entzogen wurde, so dass sie einen Status als Asylsuchende haben

  • illegale MigrantInnen

  • Jugendliche und Heranwachsende, die nach außen (Schule, Jugendämter etc.) ein Bild von intakter Familie vermitteln, jedoch aus instabilen und zerstörten Familienverhältnissen stammen und einen schädlichen Gebrauch von Drogen aufweisen

 

Leistungen

  • voraussetzungsloses Aufenthaltsangebot mit lebenspraktischen Hilfen (Getränke, Essen, Wäsche waschen und trocknen, Körperpflege [Duschen, Rasieren], Kleiderkammer)

  • Gesundheitsvorsorge und medizinische Grundversorgung (Kondomvergabe, Spritzentausch, Spritzutensil-Vergabe, Beratung zu HIV und Hepatitis sowie safer sex und safer use)

  • Medizinisch-pädagogischen Info-Veranstaltungen

  • Krisenintervention und Notfallhilfe (persönliche und telefonische Krisenberatung)

  • Krisenintervention (Krisenberatung, Konfliktentschärfung, Deeskalation von Konflikten)

  • Erste Hilfe, Begleitung in Krankenhäuser u.ä.

  • Aufsuchende Sozialarbeit

  • Beratung, Begleitung zu Ämtern (Amtshilfen – Hilfen bei bürokratischen Angelegenheiten)

  • Informationsvermittlung über Berliner Suchthilfesystem und Beratung – Begleitung

  • Vermittlung in weiterführende Hilfen

  • problemorientierte Beratung, Vermittlung

  • Informationsvermittlung und Beratung – Begleitung in ausländerrechtlichen Angelegenheiten

 

SKA wird aus Zuwendungsmitteln der Senatsverwaltung für Gesundheit (treuhänderischer Zuwendungsvertrag „Integrierter Gesundheits-Vertrag“ finanziert. Die Einrichtung existiert am heutigen Standort seit 1996 und befindet sich seit dem 01.07.07 in Trägerschaft der Fixpunkt gGmbH (vorher: ODAK e. V.).


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