Levi Strauss Foundation
HIV/Aidsprävention bei russischsprachigen Drogengebrauchern

Bedarfsbeschreibung

Die Zahl junger Drogengebraucher aus der Russischen Föderation in Berlin, die ein hohes Risikoverhalten aufweisen und eine schwer erreichbare Gruppe darstellen („verdeckte Drogenszene“), ist ansteigend. Es gibt ein großes Defizit an Kontakt zu dieser Zielgruppe (u. a. aufgrund der geschlossenen sozialen Gruppierungen, unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Erfahrungen und der Tatsache, dass Sozialarbeit und moderne Public Health Konzepte unbekannt und ungewohnt sind). Wir möchten Kontakt aufnehmen; wir möchten Präventionsmaßnahmen besser adressieren, Gesundheitsrisiken reduzieren und der sozialen Ausgren-zung von Drogengebrauchern mit Migrationshintergrund entgegenwirken.

Fixpunkt hat unterschiedliche Aktivitäten entwickelt (Spritzentausch, Beratung, basismedizinische Versorgung, betreute Drogenkonsumeinrichtungen), die sich auch an russischsprachige Drogengebraucher richten. Es gibt Infomaterial in russischer Sprache und Lehrfilme mit russischen Untertiteln. Aber es gibt ein Defizit hinsichtlich einer direkten Kommunikation mit russischsprachigen Drogengebrauchern. Und dies ist notwendig und fundamental, um mehr über die Bedürfnisse und Lebensbedingungen der Zielgruppe zu erfahren und die Präventionsaktivitäten verbessern zu können. Wir möchten uns auf Peer-zu-Peer-Präventionsstrategien konzentrieren, weil wir diese Methode als am wirksamsten einschätzen.

 

Projektinhalt
  • Entwicklung, Erprobung und Auswertung spezifischer Präventionsstrategien, die sich an russischsprachiger Drogengebraucher richten, die aus der Russischen Föderation stammen und nach Berlin gezogen sind.


  • Verbesserung der Kommunikation zwischen Fixpunkt und russischsprachigen Drogengebrauchern


  • Durchführung modellhafter HIV-präventiver Aktivitäten unter Einbeziehung russischsrpachiger Drogengebraucher (peer-support-basiert)


  • Fixpunkt benötigt Beratung/Unterstützung durch russischsprachige Schlüsselpersonen bzw. „Türöffner“ zu russischsprachigen Drogengebrauchern und der Community.

 

Was soll durch das Projekt erreicht werden?

Mit zusätzlichen Ressourcen kann die schwer erreichbare Zielgruppe russischsprachiger Drogengebraucher besser erreicht werden. Es werden geeignete Methoden zur Prävention erprobt.

Das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit im Hinblick auf Übertragungswege und individuelle und soziale Schutzstrategien vor HIV/blutübertragbaren Infektionen soll bei der Zielgruppe erhöht werden. Ein positiver Einfluss auf Gruppennormen (die oft Individuen daran hindern, Safer Use/Safer Sex zu praktizieren) soll ausgeübt werden.

Die Selbstwirksamkeitserwartung Einzelner und Peer-Support werden gestärkt.

 

Projektlaufzeit

01.12.05 – 31.05.07

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