SEMID-EU: Services for Vulnerable Migrants who use Drugs in the EU

NIEDERLANDE, BELGIEN, SPANIEN, GRIECHENLAND, DEUTSCHLAND, FRANKREICH

Mehrere Risikofaktoren erhöhen die Anfälligkeit von (neuen) Migrant*innengruppen für einen problematischen Drogenkonsum. Zu diesen Risikofaktoren gehören traumatische Erlebnisse, gesellschaftliche Exklusion, Arbeitslosigkeit und Armut. Hilfsangebote und Kommunen in der gesamten Europäischen Union stehen vor der dringenden Herausforderung, auf die Bedürfnisse dieser Migrant*innen einzugehen.

Ein besseres Verständnis der Bedürfnisse von gefährdeten drogenkonsumierenden Migranten könnte die lokalen Maßnahmen in ganz Europa verbessern. Im Rahmen dieses Projekts arbeiten sieben Partner*innen in ganz Europa daran, den Zugang von Migrant*innen zu Angeboten der Schadensminderung (Harm Reduction) zu verbessern.

Partnerschaft

Dieses Projekt wird durch eine Partnerschaft zwischen sieben Organisationen realisiert.

SEMID-EU

Dieses Projekt konzentriert sich darauf, Wissens- und Praxislücken im Bereich Drogenkonsum und Migration in Europa zu schließen. Das allgemeine Ziel des Projekts „SEMID-EU“ ist die Verbesserung des Wohlbefindens und die Verringerung der Schäden von gefährdeten Migrant*innen, die Drogen konsumieren, durch:

1. Verbesserung der Kenntnisse und des Verständnisses bei politischen Entscheidungsträger*innen und Praktiker*innen

2. Stärkung der Kapazitäten von Gesundheits- und Unterstützungsangeboten, die mit diesen Gruppen arbeiten.

Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitspakete, die logisch miteinander verknüpft sind und aufeinander aufbauen:

1.            Bewertung der Situation

2.            Erlangung eines integrierten Verständnisses der lokalen Bedürfnisse und Reaktionen

3.            Entwicklung von politischen Empfehlungen, Toolkits und praktischen Leitlinien

4.            Umsetzung in der Praxis

Es wird eine breite Palette von Methoden angewandt, von Literaturrecherchen über Interviews und Fokusgruppendiskussionen bis hin zu lokalen Workshops, Webinaren und Symposien.

Weitere Infos (auf Englisch) bei unserem koordinierenden Partner Mainline.

Europäische Kommission

Dieses Projekt läuft von Januar 2022 bis Ende Dezember 2023. Das Projekt wird durch das Justizprogramm der Europäischen Union – Drogenpolitische Initiativen – finanziert.